Der Core bildet einen vollständigen Nascom-2-Arbeitsplatz auf dem MEGA65 ab. Im Mittelpunkt stehen ein T80s-Z80, das klassische Speicherlayout, NAS-SYS 3 und Microsoft BASIC. Ergänzungen werden so eingebunden, dass das ursprüngliche System weiterhin unmittelbar bedienbar bleibt.
Grundsystem
- umschaltbare CPU-Geschwindigkeit mit 1, 2 oder 4 MHz
- 48 × 16 Zeichen im klassischen Nascom-Modus
- bernsteinfarbene oder grüne Darstellung mit optionalen Scanlines
- NAS-SYS 3, Microsoft BASIC und konfigurierbare Erweiterungs-ROMs
- manuelle NMI-Funktion und Systemreset
- UART über den MEGA65-JTAG-Adapter sowie PMOD-RS232 mit optionalem RTS/CTS
Overlays und Bedienung
Die Funktionstasten öffnen Hilfsseiten, ohne dass dafür Software im emulierten Nascom laufen muss. Während ein Overlay sichtbar ist, pausiert die CPU.
| Taste | Funktion |
|---|---|
F1 |
Tastaturbelegung MEGA65 → Nascom 2 |
F3 |
Übersicht der NAS-SYS-3-Befehle |
F5 |
Hardwaremonitor, RAM-Editor und Einzelschritt |
F7 |
CP/M- und FDD-Diagnose |
F9 |
Speicherbereich als NAS-Datei speichern |
F11 |
Dateibrowser zum Laden und Einbinden |
F13 |
Konfiguration und Reset |
SD-Karte und Massenspeicher
Der Dateibrowser liest Dateien aus dem Verzeichnis /NASCOM2 der SD-Karte. Unterstützt werden NAS-, CAS- und 640-KiB-DSK-Dateien. Diskettenabbilder lassen sich einbinden und durch NAS-DOS beschreiben.
Der WD1793-kompatible Floppycontroller unterstützt Lesen, Schreiben und Formatieren. Beim Formatieren wird das vorhandene Abbild zunächst in eine BAK-Datei umbenannt; ein bereits vorhandenes Backup verhindert ein Überschreiben.
CP/M 2.2 und AVC
Der CP/M-Modus startet über ein Boot-ROM und verwendet ein angepasstes BIOS. Eine native 640-KiB-Systemdiskette enthält neben den üblichen CP/M-Werkzeugen zusätzliche Programme für Formatierung, Diskettenkopie, RTC und AVC-Grafik.
Die emulierte Lucas Logic AVC Model B stellt Farbflächen, zwei Auflösungsmodi und einen 96 × 24-Zeichen-Terminalmodus für CP/M bereit. Wird der AVC deaktiviert, bleibt die klassische Nascom-Anzeige aktiv.
Echtzeituhr und Netzwerk
Auf R3/R3A und R6 nutzt der Core eine gültige externe DS3231 am Grove-Anschluss oder die interne RTC. Das optionale Ethernet unterstützt statische IPv4-Konfiguration, ARP, ICMP-Ping, DNS und ausgehende TCP-Verbindungen. Netzwerkfunktionen sind standardmäßig deaktiviert und werden über die dritte Konfigurationsseite eingeschaltet.